NORTEC - a great success for Hein & Oetting

Symbiosen als Überlebensstrategie - Was der Mittelstand von der Natur lernen kann Kolloquium des Freundeskreises Maschinenbau und Produktion der HAW Hamburg Vernetzter Mittelstand als Zukunftsperspektive im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts! <br /><br />Rund 80 Teilnehmer aus Industrie, Professorenschaft und Studenten diskutierten bei der Hein &amp; Oetting Feinwerktechnik Hamburg über die Zukunft der industriellen Landschaft, insbesondere in Norddeutschland. Der sehr erfolgreiche Auftragsfertiger Hein &amp; Oetting mit seinem innovativen geschäftsführenden Gesellschafter Lars Reeder zeigte sein Erfolgsrezept der letzten Jahre auf. Diversifizierung, Spezialisierung, Netzwerkbildung, Managementmethoden aus der Großindustrie, übertragen auf den Mittelstand. Ein Aspekt sind die für einen 80-Mann-Betrieb außerordentlich intensiven Kontakte zu den Hochschulen in der Region. Diverse Diplomarbeiten laufen parallel im Unternehmen und zwei abgeschlossene Arbeiten wurden vorgestellt. Tilo Vogt, heute Lischke Consulting, hat vor zwei Jahren das Kanban-System im Hause Hein &amp; Oetting vorangebracht, der Wirtschaftsingenieur Timo Waschkewitz hat gerade seine Diplomarbeit zum Thema Übernahme eines Unternehmens im Rahmen eines Joint Ventures theoretisch aufgearbeitet und praktisch durchgeführt. Dies ist nur in dieser Form in mittelständischen Unternehmen möglich und hat Herrn Waschkewitz einen hervorragenden Einstieg ins Berufsleben beschert.<br />&nbsp;<br />Wie mit den Kunden zusammengearbeitet wird, verdeutlichte Eckehardt Keip, Northrop Grumman Litef GmbH in Freiburg, der die besondere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Hein &amp; Oetting und die gewachsene Struktur bei der Weiterentwicklung eigener Produkte beschrieb, aber auch gleichzeitig die von der Natur abgeleiteten Symbiosen sowohl für den Auftraggeber wie auch für den Auftragsfertiger darstellt. Aus seiner sicht sind nur Unternehmen überlebensfähig, die in enger Kooperation mit langfristigen Verträgen und Überblick über das Leistungsspektrum ihrer Lieferanten arbeiten. Dabei ist die regionale Nähe und das persönliche Treffen ein wichtiger Aspekt der gelebten Partnerschaft. Zum Abschluss berichtete Prof. Isenberg über die neuen Studiengänge an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, zu denen auch der Bachelor/Master-Abschluss im Umfeld des Mechatronikers aufgezeigt wurde. Gerade die Studenten der HAW zeichnen sich durch frühzeitigen Praxisbezug bereits im zweiten Semester aus und Prof. Isenberg konnte den Teilnehmern deutlich machen, wie positiv umgesetzt der Bachelor-Abschluss an der HAW Hamburg funktioniert, er ist nämlich mit einem Semester weniger auf dem gleichen Leistungsniveau wie der Diplom-Ingenieur FH alter Prägung. Genau das hat die Industrie gefordert. Kürzere Studienzeiten und frühere Verfügbarkeit der Absolventen. Gleichzeitig kann an der HAW 30 Prozent der Studierenden auch den Masterabschluss in einem dreisemestrigen Studium ableben und finden zahlreiche Vertiefungen. Auch hier bietet es sich an, nach dem Bachelor in den Betrieb zu gehen und später den Master gezielt für das eigene Fortkommen auszuwählen und zu studieren. Das Unternehmen Hein &amp; Oetting ist ein absolutes Vorzeigeunternehmen und hat bei den Studenten einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Das bedeutet, dass viele Studierende der HAW zukünftig auch im Mittelstand ihre Zukunft sehen und das bedeutet für den Maschinen- und Anlagenbau im vernetzten Denken eine hervorragende Ausgangslage was die demografische Entwicklung, den Kampf um die besten Köpfe bedeutet.


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Autor(en): joerg.mutschler@vdma.org Ihr Ansprechpartner: joerg.mutschler@vdma.org © VDMA - Alle Rechte vorbehalten